wurde um 1570 vermutlich in Amsterdam geboren. 1598 segelte er als Steuermann auf dem Schiff „Holland“ im Dienst einer Vorkompanie der Niederländischen Ostindien-Kompanie nach Südostasien. Einige weitere Reisen später verließ er Holland im Dezember 1603 als Kapitän der Duyfken (Täubchen), eines von zwölf Schiffen einer weiteren Ostindien-Expedition. Sein Schiff sollte drei Jahre lang neue Handelsquellen in Südostasien erschließen. Im November 1605 verließ Jansz Banten in Richtung Banda-Inseln und nahm dann ost-südost Kurs über die Kei- und Aru-Inseln (südöstliche Molukken) zum De Jong’s Point nach Neuguinea. Von hier aus wandte er sich nach Süden, durchquerte die östliche Arafurasee, ohne bereits in die Torres-Straße vorzustoßen, und fuhr in den Golf von Carpentaria. Vermutlich im März des Jahres 1606 ging er an der Westküste der Kap-York-Halbinsel nahe der Mündung des Pennefather River an Land. Wenngleich es Hinweise darauf gibt, dass bereits zuvor Seefahrer aus China, Frankreich und Portugal nach Australien kamen, war Jansz der erste Europäer, der nachweislich australischen Boden betrat. Jansz befand das Land als morastig und ungastlich. Jansz kartographierte gut 300 km der australischen Küste, hielt sie aber für einen südlichen Teil Neuguineas; ein Irrtum, der sich in holländischen Karten noch einige Jahre hielt. Er nannte den neu entdeckten Landstreifen „Nieu Zelandt“, ein Name, der sich nicht durchsetzte, später aber von Abel Tasman für die Namensgebung von Neuseeland Verwendung fand. Sein Kurs führte Jansz bis zum 13. Breitengrad. Am Kap Keer-weer („Kehrwieder“) im Süden der Albatros-Bucht machte er kehrt und begann seine Heimreise. Er passierte die Prince-of-Wales-Insel im Norden Australiens, durchquerte die Torres-Straße und erreichte wieder die Küste Neuguineas. Im Mai 1606 kehrte er zu den Banda-Inseln zurück und kam schließlich im Juni des Jahres wieder in Banten an.